Warum wir mit Kindern anders reden als mit Erwachsenen.
Es gibt einen einfachen, schnellen, unscheinbaren Test, der unser Verständnis von Sprache und Beziehung nachhaltig verändern kann. Er lautet:
👉
Sprichst du mit deinen besten Freunden so, wie du mit Kindern sprichst?
Die Frage mag banal klingen, doch wenn wir sie ehrlich beantworten, erkennen wir oft einen tiefen Widerspruch.
Ein Perspektivwechsel mit verblüffender Wirkung.
Stell dir vor, dein bester Freund kommt zum Essen vorbei.
Du öffnest die Tür und begrüßtest ihn:
„Na endlich! Hat das wieder gedauert! Erst Hände waschen, dann können wir essen.“
Oder am Tisch:
„Mund zu beim Kauen! Wie oft muss ich dir das noch sagen?“
Oder beim Abschied:
„Pass auf, dass du nicht wieder stolperst wie beim letzten Mal -
und zieh deine Jacke an - es ist kalt draußen!“
🚨 Absurd? Absolut.
Doch genau so reden viele Erwachsene mit Kindern – ohne es zu merken.
Es sind keine bewussten Demütigungen, keine absichtlichen Kränkungen. Es sind Routinen, die sich eingeschlichen haben. Eine Sprache, die belehrt statt einlädt, dirigiert statt inspiriert, korrigiert statt versteht.
Aber was wäre, wenn wir das ändern würden?
Erma Bombecks Gedanke – Ein Moment der Selbstreflexion.
Die Autorin und Kolumnistin Erma Bombeck formulierte einst eine einfache Regel:
👉
„Behandle deine Kinder so, wie du deine besten Freunde behandelst.“
Der Satz klingt harmlos, fast selbstverständlich – bis man ihn wirklich zu Ende denkt.
Denn er fordert uns heraus. Plötzlich fällt uns auf, wie oft unser Tonfall belehrend ist, wie selten wir Kindern die gleiche Form von Respekt und Geduld entgegenbringen wie Erwachsenen.
Die Macht der Sprache – Warum es darauf ankommt.
🗣️
Sprache form Realität.
Kinder hören nicht nur unsere Worte – sie fühlen unsere Haltung.
👂 Respekt beginnt beim Zuhören.
Ein Kind verdient es, mit der gleichen Ernsthaftigkeit angehört zu werden wie ein Erwachsener.
💡 Unsere Worte werden zur inneren Stimme unserer Kinder.
Jeder Satz kann ermutigen oder verunsichern, inspirieren oder bremsen.
Sprache ist Beziehung.
Es geht nicht um künstliche Höflichkeit oder darum, Kinder nicht mehr zu korrigieren. Sondern darum, wie
wir es tun.
Stellen wir uns doch einmal vor, welche Beziehungen entstehen, wenn wir Kinder so behandeln, wie wir es bei Menschen tun, die wir bewundern und respektieren.